Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

July 13 2017

Wind und Sonne können Kohle und Atom verdrängen


Österreichs Stromproduktion zu hundert Prozent auf Erneuerbare umzustellen ist laut TU-Studie bis 2030 ohne Kostenschub möglich 

Eine Gelegenheit, Leitplanken für das künftig erwünschte Energiesystem in Österreich zu installieren, ist schon verpasst worden. Die integrierte Energie- und Klimastrategie der Bundesregierung, die noch vor dem Sommer hätte beschlossen werden sollen, wurde wegen der vorgezogenen Neuwahlen in die nächste Legislaturperiode verschoben. 
Dabei ist der Zeitdruck enorm. Wenn Österreich seine im Dezember 2015 bei der Weltklimakonferenz in Paris eingegangenen Verpflichtungen erfüllen und dazu beitragen will, die klimaschädlichen CO2-Emissionen zurückzudrängen, müssten rasch Maßnahmen gesetzt werden, sagen Experten vom Umweltbundesamt abwärts.
Je länger so weitergemacht werde wie bisher, desto einschneidender müssten die das Kohlendioxid senkenden Vorkehrungen ausfallen. Im Wesentlichen geht es um das Zurückdrängen fossiler Energien wie Öl, Gas und Kohle, um thermische Sanierung und ein anderes, umweltverträglicheres Mobilitätsverhalten. So gut wie alle Szenarien gehen davon aus, dass Strom künftig eine wesentlich größere Rolle spielen wird als bisher. 
Studie der TU Wien 
Kann in Österreich überhaupt so viel Strom auf umweltfreundliche Weise erzeugt werden? Laut einer Studie der Technischen Universität (TU) Wien im Auftrag diverser Interessenverbände erneuerbarer Energie ist das möglich – nicht irgendwann, sondern schon 2030. "Laut unseren Berechnungen müssten rund 31 Terawattstunden (TWh) zusätzliche Erzeugungskapazitäten dazukommen, um den Strombedarf 2030 bilanziell komplett aus Erneuerbaren zu decken", sagte Gustav Resch von der Energy Economics Group der TU Wien bei der Studienpräsentation am Montag. "Das ist technisch möglich und bringt ökonomische Vorteile." Und: Die Umstellung des Energiesystems verursache kaum Mehrkosten. 
Investment rechnet sich 
Im Mittel der kommenden Dekade liegen die erforderlichen Unterstützungsvolumina Resch zufolge bei rund 511 Millionen Euro pro Jahr; davon würden etwa 209 Millionen auf Bestandsanlagen entfallen, die bis 2020 errichtet werden, und 302 Millionen auf die ab 2020 geplanten. Zum Vergleich: Der Förderbedarf für 2015 lag bei rund 620 Millionen Euro. 
Auch volkswirtschaftlich würde sich das Investment, das von einem zügigen Netz- und Speicherausbau begleitet sein müsse, jedenfalls rechnen. So sei im Zeitraum 2021 bis 2030 mit einer jährlichen Bruttobeschäftigung von bis zu 53.000 Jobvollzeitäquivalenten durch zusätzliche Wind-, Solar- und Biomasseanlagen zu rechnen. Zudem würde weniger Geld ins Ausland abfließen, sei es für fossile Energien, sei es für Stromimporte. Gerade diese sind zuletzt sprunghaft gestiegen.
Netzausbau ist zentral 
Über den Strommix gelangt de facto auch Strom aus deutschen Kohle- und tschechischen Atomkraftwerken nach Österreich. Die meisten Händler umgehen dieses Dilemma durch den Kauf frei handelbarer Grünstromzertifikate. 
Sollten alle geplanten Stromnetzerweiterungen realisiert werden, sei die Versorgungssicherheit in Österreich zu 100 Prozent gegeben, sagte Resch. Andernfalls schaue es düsterer aus. Durch die Integration in das europäische Verbundnetz könnten zudem positive wie negative Preisspitzen abgefedert werden.
"Grundvoraussetzung für die Energiewende ist ein möglichst schneller Netzausbau", ist die für das Hochspannungsnetz verantwortliche Austrian Power Grid (APG) mit den Studienautoren einer Meinung. (Günther Strobl, 11.7.2017) 



https://derstandard.at/2000061095479/Stromproduktion-Wind-und-Sonne-koennen-Kohle-und-Atom-verdraengen?ref=article


Reposted fromswissfondue swissfondue

July 12 2017

Ächtung der Atomwaffen: Schweiz halbherzig dabei


122 Nicht-Atomstaaten stimmten einem UN-Abkommen zur Ächtung der Atomwaffen zu. Auch die Schweiz – aber mit gezogener Handbremse.
Ein Atomkrieg führte zum Ende unserer Zivilisation

Was für chemische und biologische Waffen sowie für Antipersonenminen und Streumunition schon lange gilt, soll erst recht für Massenvernichtungswaffen gelten: eine internationale Ächtung. Das neue Abkommen verbietet das Herstellen, Stationieren, Erproben und erst recht den Einsatz von Atombomben. Nuklearwaffen unterscheiden nicht zwischen Soldaten und der Zivilbevölkerung und widersprechen deshalb den Grundsätzen des humanitären Völkerrechts.

Auf Initiative von Österreich, Brasilien, Mexiko, Südafrika und Neuseeland fanden bei der Uno jahrelange Verhandlungen statt, die am 30. Juni in Genf zu Ende gingen. 122 Staaten stimmten dem ausgehandelten Vertragstext zu, darunter auch die Schweiz.

Doch das Departement von Bundesrat Didier Burkhalter verbreitete kein Communiqué. Auf Anfrage von Infosperber teilte ein EDA-Sprecher mit, die Schweiz habe «im Geiste ihrer humanitären Tradition trotz offenen Fragen und zahlreichen Bedenken mit Ja gestimmt». Allerdings habe die Schweizer Delegation eine «Erklärung zur Stimmabgabe» verlesen. Darin distanziert sie sich gleich wieder vom Abkommen, weil es zu wenig Kontrollmechanismen vorsehe, den bestehenden Vertrag über die Nicht-Verbreitung von Atomwaffen gefährde sowie die Anliegen der nicht-anwesenden Atommächte und Nato-Staaten zu wenig berücksichtige (ohne diese beim Namen zu nennen).

In der Tat nahmen von den Nato-Staaten einzig die Niederlande an den Verhandlungen teil. Die Niederlande waren dann der einzige anwesende Staat, der bei der Abstimmung gemäss der Parole der Nato-Staaten explizit mit Nein stimmte. Singapur enthielt sich der Stimme.

Die Nuklearmächte USA und Russland (zusammen 90% der Atomsprengköpfe), Grossbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea hatten die Verhandlungen boykottiert.

IKRK-Präsident Peter Maurer sprach gegenüber dem «Tages-Anzeiger» von einer «historischen Etappe». Das neue Abkommen behandle Atomwaffen endlich vergleichbar wie chemische und biologische Waffen. Annette Willi von der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen meinte: «Als Depositarstaat der Genfer Konvention sollte sich die Schweiz auf ihre humanitäre Tradition besinnen und ihre Linie jener des IKRK anpassen.»

Die Schweiz will trotz Zustimmung bis auf weiteres nicht unterzeichnen

Die 122 Staaten, welche dem Abkommen zur Ächtung der Atomwaffen in Genf zugestimmt haben, sollten es eigentlich in New York unterzeichnen. «Eine Signatur, welche ab 20. September in New York möglich ist, würde das Abkommen für den jeweiligen Staat politisch verbindlich machen. Der jeweilige Staat soll sich dann im Geiste an das Abkommen halten und signalisiert gleichzeitig die Absicht einer späteren Ratifizierung», teilte das EDA mit. Erst eine Ratifizierung mache dann das Abkommen für den jeweiligen Staat rechtlich verbindlich.

Das EDA liess gegenüber Infosperber deutlich durchblicken, dass die Schweiz bis auf Weiteres nicht daran denke, das Abkommen in New York zu unterschreiben: «Es entspricht im Grundsatz der Praxis der Schweiz, internationale Abkommen dann zu unterzeichnen, wenn sie diese zu ratifizieren gewillt ist. Wie in der Erklärung zur Stimmabgabe ausgeführt, beabsichtigt die Schweiz zu diesem Zeitpunkt, zunächst positive wie negative Auswirkungen des neu vereinbarten Abkommens zu prüfen.»

Das Abkommen tritt in Kraft, sobald es fünfzig Staaten unterzeichnet haben. Es würde dann allerdings nur für die Staaten gelten, die es ratifiziert haben.

Bis daraus ein «Völkergewohnheitsrecht» wird, das selbst ohne Ratifizierung aller Staaten trotzdem für alle rechtsverbindlich wäre, wie beispielsweise das Verbot der Folter oder der Sklaverei, kann noch sehr viel Wasser den Rhein hinab fliessen.




https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/UNO-Abkommen-Achtung-der-AtomwaffenSchweiz-halbherzig-dabei



Reposted fromswissfondue swissfondue

July 08 2017

Breaking News: 122 Staaten haben soeben bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten: die internationale Staatengemeinschaft akzeptiert den bisherigen Sonderstatus der Atommächte nicht länger.
Reposted fromswissfondue swissfondue

July 07 2017

July 05 2017

Frankreichs Sorge um Uran aus der Wüste


Der Krieg in Mali ist eng verbunden mit der Rohstoffzufuhr für den Atomstaat Frankreich. Im angrenzenden Niger gerät die wichtigste Bezugsquelle für Uran in Gefahr. Die aktuelle Schwäche des Markts für den Nuklearbrennstoff schürt weitere Unruhe in der Region.

Nigers Uran: Frankreichs afrikanische Energiequelle

Hamburg - Für die Forces Spéciales steht ein neuer Auftrag an. Arlit, Niger, heißt das Ziel. Am Rand der Aïr-Berge sollen die Spezialtruppen drei Uranbergwerke des Areva-Konzerns vor Islamisten und Tuareg-Rebellen schützen, berichten das Magazin "Le Point" und die Agentur Reuters aus Pariser Militärkreisen. Die Republik Niger, die dort schon hunderte eigene Soldaten stationiert hat, muss aber noch zustimmen.

Der Zusammenhang zum Krieg im Nachbarstaat Mali ist unmittelbar. Zwischen Arlit und der malischen Rebellenhochburg Kidal liegen nur Wüste und eine gedachte Staatsgrenze. Schon im September 2010 entführte die Terrorgruppe "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" sieben Menschen aus der Bergbaustadt. Vier Franzosen, ein Ingenieur von Areva Börsen-Chart zeigen und drei Angestellte des Baukonzerns VinciBörsen-Chart zeigen, sind noch immer in Geiselhaft - wahrscheinlich in Nordmali. Selbst die Attacke auf das wesentlich weiter entfernte algerische Gasfeld Amenas ging wohl von Mali aus.

Der Mitte Januar begonnene massive Kriegseinsatz der Franzosen macht die Lage noch gefährlicher. Noch Anfang des Monats hatte Außenminister Laurent Fabius den Familien der Entführten Unterstützung versichert, die inzwischen Verhandlungen mit den Geiselnehmern - also um Lösegeld - fordern. Die Luftangriffe und Bodentruppen sprechen aber eine andere Sprache, ebenso wie der Befreiungsversuch der Forces Spéciales im Januar 2011, der für zwei von Niger nach Mali entführte Franzosen tödlich endete.

Banger Blick auf den Niger

Stadt für Stadt werden die Rebellen aus Zentralmali und inzwischen auch den Großstädten des Nordens vertrieben. Während sich manche Gruppen der bunten Allianz wie die ohnehin erst kürzlich zum Dschihad bekehrte Ansar Din unter dem Eindruck der Rafale-Flieger spalten, drohen andere dem Vorstoß der Franzosen auszuweichen - beispielsweise nach Arlit.

"Es besteht das Risiko, dass islamistische Terrororganisationen ihre Aktivitäten auf den Niger ausweiten", warnt das Auswärtige Amt. Beide Staaten sind ähnlich strukturiert, mit einem agrarischen Machtzentrum am Niger-Strom und schwarzer Bevölkerungsmehrheit im Süden und, Welten entfernt von den südwestlichen Hauptstädten, weiten Einöden im Norden, wo Volksgruppen wie die teils nomadischen Tuareg seit Jahrzehnten an den Rand gedrängt werden.

Seit einem halben Jahrhundert holt Areva von dort den Großteil des Urans, das die für Frankreichs Stromversorgung so wichtigen Atomkraftwerke befeuert. Inzwischen hat der zu knapp 87 Prozent staatliche Konzern ebenso bedeutende Vorkommen in Kanada und Kasachstan erschlossen, was ihm neben den dortigen Partnern Cameco Börsen-Chart zeigen und Kazatomprom die Position an der Spitze der weltgrößten Uranproduzenten sichert. Die zum russischen Monopolisten Rosatom gehörende Atomredmetzoloto müht sich aktuell, mit der milliardenschweren Übernahme der kanadischen Uranium One Börsen-Chart zeigen aufzuholen.

Seite 1 von 4




http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-879615.html
Reposted fromswissfondue swissfondue

Milliardengeschenke für deutsche Atomkonzerne


Die Steuerzahlenden müssen AKW-Betreibern nicht nur sieben Milliarden Euro zurückzahlen, sondern auch Atommüllkosten übernehmen.

Gerichtsurteil zur Brennelemente-Steuer treibt Aktienkurse der Energieversorger in die Höhe

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Brennelemente-Steuer gekippt. Sie sei mit dem Grundgesetz «unvereinbar» und damit auch rückwirkend «nichtig», urteilten die Richter Anfang Juni. Damit können die deutschen Atomkonzerne auf Rückerstattung von rund 7 Milliarden Euro hoffen.

Dieses Milliardengeschenk an die Atomindustrie kam nicht überraschend, stellt das ARD-Magazin «Monitor» fest – die deutsche Regierung habe es «sehenden Auges» in Kauf genommen, möglicherweise sogar einkalkuliert.

Klage mit Ansage

Die Brennelemente-Steuer wurde 2011 bis Ende 2016 erhoben. AKW-Betreiber mussten 145 Euro für jedes Gramm Uran bzw. Plutonium zahlen, das erstmals im Reaktor zum Einsatz kam. Doch bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes kündigten die Atomkonzerne an, gegen die Steuer zu klagen. Sie sahen sich gegenüber anderen Stromerzeugern im Nachteil, die keine vergleichbare Abgabe entrichten mussten.

Laut «Monitor» legten die Atomkonzerne dem Bundesfinanzministerium im Jahr 2010 sogar ein juristisches Gutachten vor, das eine Verbrauchssteuer auf Brennelemente für verfassungswidrig hält. Doch die Regierung sah «keinen Anlass, weitere verfassungsrechtliche Fragen (…) zu thematisieren». Ein sehr teures Versäumnis, kritisiert der Rechtswissenschaftler Joachim Wieland von der Universität Speyer im Interview mit «Monitor». «Die Regierung hätte ein sicheres Gesetz schaffen können. Das hat sie nicht getan, jetzt müssen der Staat und der Steuerzahler die Folgen tragen.»

«Desaströse Energiepolitik»

Noch deutlicher wird Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Sie bezeichnet die Energiepolitik der deutschen Regierung schlichtweg als «desaströs». Erst vor gut einem Jahr konnten sich die AKW-Betreiber mit einem geschickten Deal von ihrer Verantwortung für den Atommüll billig freikaufen. Obwohl laut Gesetz allein die Verursacher für die Lager- und Entsorgungskosten aufkommen müssten, werden die AKW-Betreiber nur rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds einzahlen. Damit ist für die Konzerne die Sache erledigt. Für allfällige Mehrkosten bei der baldigen «Endlagerung» kommt allein der Staat auf. Laut Experten deckt dieser Fonds nur einen Bruchteil der Kosten. Schon jetzt ist deshalb klar: Die finanzielle Hauptlast trägt am Ende die Allgemeinheit, die die Atomenergie schon jahrzehntelang mit Steuergeldern subventioniert hat.

Der so genannte «Atom-Deal» fiel für die AKW-Betreiber also äusserst günstig aus – trotz hängiger Milliardenklage. Doch warum bestand kein Politiker in der Verhandlung darauf, dass die Atomkonzerne ihre Klage gegen die Brennelemente-Steuer fallen lassen? Kommissionsleiter Jürgen Trittin («Die Grünen») teilte «Monitor» Erstaunliches mit: Das sei von der Regierung genau so gewollt gewesen. Die Klage sollte nicht Teil der Verhandlungen sein, sondern sogar «explizit ausgeschlossen» werden. Die Anweisung sei schon «bei einer der ersten Sitzungen» direkt aus dem Kanzleramt gekommen.

Für Claudia Kemfert ist diese Haltung nicht nachvollziehbar. Man hätte zumindest vereinbaren müssen, dass die Atomkonzerne bei einem Erfolg der Klage zusätzliche Zahlungen zu leisten hätten, findet sie. Seitens der Regierung heisst es dazu nur: «Eine derartige Klausel wäre von den Unternehmen nicht akzeptiert worden». Das Vorgehen der Regierung lässt laut «Monitor» den Schluss zu: Die 7 Milliarden Euro waren von Anfang an Teil der Verhandlungsmasse. Eine bereits einkalkulierte Summe, die AKW-Betreiber nun quasi weniger zahlen für die Entsorgung des Atommülls.

Dass dieses Geld zum grössten Teil den Stromkunden gehört, welche die neue Steuer mit höheren Stromtarifen berappt haben, davon wollen die Konzerne nichts wissen. Eine Rückzahlung an Kundinnen und Kunden ist für die AKW-Betreiber kein Thema. Das 7-Milliarden-Geschenk soll vor allem den Aktionären zugute kommen, liessen sie «Monitor» wissen.






https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Brennelemente-Steuer-rechtswidrig-Klage

Reposted fromswissfondue swissfondue

July 04 2017

8105 1d9d 500

Die US-Truppen, die seit mehr als zehn Jahren in der südafghanischen Provinz Helmand stationiert sind, sollen in aller Stille dortige Uranvorkommen ausbeuten und die Schwermetalle illegal mit Militärmaschinen außer Landes verfrachten. Dies behaupten jedenfalls Abgeordnete des Wolesi Dschirga, des Provinzparlaments von Helmand.

Es sei kein Zufall, dass die Amerikaner und die Briten nach ihrer Intervention von 2001 ihre Stützpunkte ausgerechnet in Helmand untergebracht haben, sagten mehrere Abgeordnete, die anonym bleiben wollten, in einem Gespräch mit Sputnik. Denn im Distrikt Khanashin lägen die größten Uranreserven Afghanistans. Es gebe nun viele Hinweise darauf, dass Uran aus Khanashin mit amerikanischen Militärfrachtern ins Ausland geschmuggelt werde, so die Abgeordneten. Quellen für ihre Erhebungen nannten sie nicht.
Khanashin, das lange Zeit von den radikalislamischen Taliban kontrolliert worden war, ist auch für den Drogenanbau bekannt: Dort befinden sich riesige Opiummohn-Plantagen. Laut den Abgeordneten kann die afghanische Regierung nicht einschreiten, weil die Region in der Hand der Amerikaner sei.


http://noch.info/2017/07/das-hauptziel-der-us-armee-und-der-nato-in-afghanistan-in-aller-stille-das-uranvorkommen-des-landes-zu-stehlen/
Reposted fromswissfondue swissfondue

Milliardengeschenke für deutsche Atomkonzerne


Die Steuerzahlenden müssen AKW-Betreibern nicht nur sieben Milliarden Euro zurückzahlen, sondern auch Atommüllkosten übernehmen.

Gerichtsurteil zur Brennelemente-Steuer treibt Aktienkurse der Energieversorger in die Höhe

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Brennelemente-Steuer gekippt. Sie sei mit dem Grundgesetz «unvereinbar» und damit auch rückwirkend «nichtig», urteilten die Richter Anfang Juni. Damit können die deutschen Atomkonzerne auf Rückerstattung von rund 7 Milliarden Euro hoffen.

Dieses Milliardengeschenk an die Atomindustrie kam nicht überraschend, stellt das ARD-Magazin «Monitor» fest – die deutsche Regierung habe es «sehenden Auges» in Kauf genommen, möglicherweise sogar einkalkuliert.

Klage mit Ansage

Die Brennelemente-Steuer wurde 2011 bis Ende 2016 erhoben. AKW-Betreiber mussten 145 Euro für jedes Gramm Uran bzw. Plutonium zahlen, das erstmals im Reaktor zum Einsatz kam. Doch bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes kündigten die Atomkonzerne an, gegen die Steuer zu klagen. Sie sahen sich gegenüber anderen Stromerzeugern im Nachteil, die keine vergleichbare Abgabe entrichten mussten.

Laut «Monitor» legten die Atomkonzerne dem Bundesfinanzministerium im Jahr 2010 sogar ein juristisches Gutachten vor, das eine Verbrauchssteuer auf Brennelemente für verfassungswidrig hält. Doch die Regierung sah «keinen Anlass, weitere verfassungsrechtliche Fragen (…) zu thematisieren». Ein sehr teures Versäumnis, kritisiert der Rechtswissenschaftler Joachim Wieland von der Universität Speyer im Interview mit «Monitor». «Die Regierung hätte ein sicheres Gesetz schaffen können. Das hat sie nicht getan, jetzt müssen der Staat und der Steuerzahler die Folgen tragen.»

«Desaströse Energiepolitik»

Noch deutlicher wird Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Sie bezeichnet die Energiepolitik der deutschen Regierung schlichtweg als «desaströs». Erst vor gut einem Jahr konnten sich die AKW-Betreiber mit einem geschickten Deal von ihrer Verantwortung für den Atommüll billig freikaufen. Obwohl laut Gesetz allein die Verursacher für die Lager- und Entsorgungskosten aufkommen müssten, werden die AKW-Betreiber nur rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds einzahlen. Damit ist für die Konzerne die Sache erledigt. Für allfällige Mehrkosten bei der baldigen «Endlagerung» kommt allein der Staat auf. Laut Experten deckt dieser Fonds nur einen Bruchteil der Kosten. Schon jetzt ist deshalb klar: Die finanzielle Hauptlast trägt am Ende die Allgemeinheit, die die Atomenergie schon jahrzehntelang mit Steuergeldern subventioniert hat.

Der so genannte «Atom-Deal» fiel für die AKW-Betreiber also äusserst günstig aus – trotz hängiger Milliardenklage. Doch warum bestand kein Politiker in der Verhandlung darauf, dass die Atomkonzerne ihre Klage gegen die Brennelemente-Steuer fallen lassen? Kommissionsleiter Jürgen Trittin («Die Grünen») teilte «Monitor» Erstaunliches mit: Das sei von der Regierung genau so gewollt gewesen. Die Klage sollte nicht Teil der Verhandlungen sein, sondern sogar «explizit ausgeschlossen» werden. Die Anweisung sei schon «bei einer der ersten Sitzungen» direkt aus dem Kanzleramt gekommen.

Für Claudia Kemfert ist diese Haltung nicht nachvollziehbar. Man hätte zumindest vereinbaren müssen, dass die Atomkonzerne bei einem Erfolg der Klage zusätzliche Zahlungen zu leisten hätten, findet sie. Seitens der Regierung heisst es dazu nur: «Eine derartige Klausel wäre von den Unternehmen nicht akzeptiert worden». Das Vorgehen der Regierung lässt laut «Monitor» den Schluss zu: Die 7 Milliarden Euro waren von Anfang an Teil der Verhandlungsmasse. Eine bereits einkalkulierte Summe, die AKW-Betreiber nun quasi weniger zahlen für die Entsorgung des Atommülls.

Dass dieses Geld zum grössten Teil den Stromkunden gehört, welche die neue Steuer mit höheren Stromtarifen berappt haben, davon wollen die Konzerne nichts wissen. Eine Rückzahlung an Kundinnen und Kunden ist für die AKW-Betreiber kein Thema. Das 7-Milliarden-Geschenk soll vor allem den Aktionären zugute kommen, liessen sie «Monitor» wissen.






https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Brennelemente-Steuer-rechtswidrig-Klage

Reposted fromswissfondue swissfondue

July 03 2017


Un intervenant "légèrement" contaminé à la centrale nucléaire de Fessenheim. Le pauvre gars n'a pas atteint en une seule journée la dose maximale d'une année, alors... PAS DE TOUBIB !!! C'est franchement dégueulasse. J'espère simplement pour ce salarié, qu'on n'est pas dans la même situation où, lorsqu'il y avait une inondation interne de 100 m3 d'eau, EDF évoquait "un défaut d'étanchéité". Il faut se méfier de la communication du lobby nucléaire qui minimise TOUJOURS les incidents ! (article DNA 01.07.17)
(merci André Hatz)


Übersetzung anzeigen
Reposted fromswissfondue swissfondue

July 02 2017

July 01 2017


Fukushima Cover-up

Hang the nuke gang, those nucleocrats won't stop until they'll end up polluting this whole planet and even the nearby other planets! !@#$%&* NUTS!!!

''NASA’s technology development branch has been funding a project called Kilopower for three years, with the aim of demonstrating the system at the Nevada National Security Site near Las Vegas. Testing is due to start in September and end in January 2018.

The last time NASA tested a fission reactor was during the 1960s' Systems for Nuclear Auxiliary Power, or SNAP, program, which developed two types of nuclear power systems. The first system — radioisotope thermoelectric generators, or RTGs — taps heat released from the natural decay of a radioactive element, such as plutonium. RTGs have powered dozens of space probes over the years, including the Curiosity rover currently exploring Mars.''


Reposted fromswissfondue swissfondue

June 29 2017

0404 6a74 500

Bei den Vereinten Nationen in New York findet derzeit eine Konferenz statt, die sich zum Ziel gesetzt hat einen Atomwaffenverbotsvertrag zu erarbeiten. 134 Staaten nehmen an der Konferenz teil, aber nur ein Mitgliedsland der NATO befindet sich darunter: die Niederlande.

Im Interview mit Telepolis erklärt Dieter Deiseroth, Richter a.D. am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und Mitglied von IALANA Deutschland, was es mit dieser Initiative auf sich hat und verweist auf die gefä hrlichen Irrtümer und Gefahren, die die Diskussion zum Thema Abschaffung von Atomwaffen im öffentlichen Diskurs bestimmen. Deiseroth sagt: Das Prinzip der Abschreckungslogik greife nicht. In den vergangenen 70 Jahren sei die Welt mindestens 20 Mal nur durch Zufall und glückliche Fügungen einer nuklearen Katastrophe entkommen.




https://www.heise.de/tp/features/Die-Diskussion-ueber-Atomwaffen-ist-von-Legenden-und-Mythen-bestimmt-3756438.html

Reposted fromswissfondue swissfondue

June 28 2017

June 27 2017


Menschenkette gegen Kraftwerke Doel und Tihange

Zehntausende demonstrierten gegen Atomkraftwerk Tihange (Belgien): Drei Länder, 90 Kilometer, 50.000 Demonstranten: Mit einer Menschenkette im Dreiländereck haben Tausende die Abschaltung des belgischen Atomkraftwerks Tihange gefordert. Der Reaktordruckbehälter ist voller Haarrisse, über 3'000 Schäden im Werk sind amtlich beglaubigt. Und trotzdem wird Tihange bisher nicht abgeschaltet.

Danke an unsere NWA-Delegation, die mitgeholfen hat!




https://www.facebook.com/nwaschweiz/?hc_ref=NEWSFEED&fref=nf

Reposted fromswissfondue swissfondue

June 26 2017

Japan To Dump Deadly Fukushima Nuclear Waste Into Pacific Ocean


Japan has announced plans to dump 920,000 tons of deadly Fukushima nuclear waste into the Pacific ocean, saying that they can no longer contain the waste on land.

Japan dumps Fukushima nuclear waste into the ocean

Following the major tsunami in 2011 that resulted the reactors at the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant shutting down, the constant leaking of radiation that has occurred in the aftermath has been dubbed one of the worst nuclear disasters since Chernobyl.

Newstarget.com reports: Six years after the disaster, the three crippled reactors are still leaking water with high levels of radiation into the Pacific Ocean. Though the Pacific Ocean is a vast stretch of water, Fukushima’s radiation is reaching the coast of the United States, Canada, and Mexico, contaminating the fish we eat and the water we swim in.

While these findings were first considered “fake news” and laughed away, researchers can no longer deny that Cesium-134, the so-called fingerprint of Fukushima, has been found in seawater and fish along the Western Coast of the Americas.

In TRT’s daily news show “Insight,” hosted by former Sky News presenter Martin Stanford, the head of international atomic energy agency has called on the world to help with the cleanup of the Fukushima site.

Japan fails to clean up the mess, plotting to discharge nuclear waste into the ocean

Ever since the tsunami put the Fukushima plant out of business, one of the ongoing core tasks has been to cool the reactors and prevent the release of highly contaminated water leaking from the three units. Though it has been six years since the disaster, the cleanup is making slow progress.

Mark Whitby, chairman and design director of the engineering and consultancy firm WME Consultants, explained that today about 400 tons of water go into each reactor to cool it. Part of the highly radioactive water is recycled to re-cool the reactors, and the rest goes into big tanks, which are stacking up at a fast rate. As reported by TRT, Japan is running out of storage space. There are currently about a 1,000 storage tanks holding 920,000 tons of contaminated water.

As if the marine life isn’t struggling enough already by the vast amounts of plastic in the oceans, the Japanese are now talking about dumping these tanks with nuclear wastewater directly into the sea because they cannot keep building and storing these reservoirs, Whitby told TRT.

Also, to this day researchers are uncertain whether the melted cores are still within the containment structures or if they have burrowed through the vessels, contaminating the groundwater that ends up in the Pacific Ocean. Since many robots, sent out to assess the damage, have been destroyed due to the high levels of radiation that melts their electronics, it is tough to get this information.

Recently, however, one camera lasted long enough to show that molten core debris has burned through the bottom of the inner reactor wall. The radioactive debris is now burrowed deep into the foundations of the reactor, causing the highest radiation levels measured around the reactor since the triple core meltdown six years ago. Until these cores can be retrieved, the reactors will keep leaking radioactive material into the groundwater.

According to Japan’s former prime minister, the current Prime Minister Shinzo Abe is lying about the situation being under control. Abe has also been criticized for forcing more than 6,000 people to return to their home in areas that are still highly contaminated zones.

According to the Japanese government, Japan will be safe by 2020. Therefore, it will hold the Olympic baseball and softball in the Fukushima area to show “Japan is cool,” even if their reactors are still posing a serious threat.





http://yournewswire.com/japan-fukushima-nuclear-waste-dump-ocean/

Reposted fromswissfondue swissfondue
Reposted fromswissfondue swissfondue

June 25 2017

Deutsche sorgen sich ja in Sachen Gammel-Atomkraftwerke vor allem vor Belgien, aber unsere Nachbarn in Österreich haben mehr Sorgen vor Temelin in der Tschechichen Republik.

Ich erwähne das, weil die Betreibergesellschaft gerade diesen Skandal an den Beinen hat: Die haben sich gedacht, der beste Weg, einen Azubi auszuwählen, ist einen Bikini-Misswahl im Kühlturm zu machen und auf Facebook abstimmen zu lassen.

Das Niveau unter den Bewerbern muss ja durchgehend großartig sein, wenn die bei der Auswahl auf Kompetenz als Kriterium verzichten können!1!!


https://blog.fefe.de/?ts=a7b15b37

Reposted fromswissfondue swissfondue

June 22 2017

Aus der beliebten Kategorie "bei UNS ist Atomkraft SICHER", heute:

Neue Risse in belgischem Gammel-AKW Tihange entdeckt

Wie konnte das kommen? Nun, die Prüfer haben gerade die Erkenntnis gewonnen, dass sich das Ergebnis ändern kann, wenn sich der Versuchsaufbau ändert:

Die zusätzlichen Risse seien entdeckt worden, weil die Kamera anders als bisher positioniert worden sei.

Aber macht euch keine Sorgen, denn:

Das Ergebnis der Prüfung insgesamt habe dazu geführt, dass die Atomaufsicht keine Einwände gegen ein Wiederanfahren des Reaktors habe.

Ja genau, mehr Risse im Atomkraftwerk heißt mehr Sicherheit! Da kann gar nichts passieren.

Die Sicherheit des Reaktors sei damit in keiner Weise infrage gestellt, erklärte Jambon der Nachrichtenagentur Belga.

Natürlich nicht!1!!

 



https://blog.fefe.de/?ts=a7c0596c

Reposted fromswissfondue swissfondue

June 21 2017

“‘We will dump our atomic-centric power supply and open the door to the post-nuclear era,’ [South Korean President] Moon [Jae-in] said in a speech marking the decommissioning of the country's first nuclear reactor, the Kori-1.

‘I will scrap all preparations to build new reactors currently underway and will not extend the lifespan of current reactors,’ he said.

Many reactors are located dangerously close to residential areas in the densely-populated nation, Moon said, warning of ‘unimaginable consequences’ in case of a nuclear meltdown.

‘South Korea is not safe from the risk of earthquake, and a nuclear accident caused by a quake can have such a devastating impact,’ he said.

South Korea currently operates 25 nuclear reactors, which generate about a third of the country's power supply. Many of them will see their lifespans expire between 2020 and 2030, with decisions on whether to extend some of their operations set to be made during Moon's 2017-2022 term.

South Korea is one of the few countries that have also exported its nuclear reactor technology. Former President Lee Myung-bak promoted nuclear energy as part of the country's clean energy strategy and helped local companies win billions of dollars worth of deals to build nuclear reactors abroad.”

South Korea vows to move away from nuclear power (dw.com, Jun. 19 2017)

Reposted frommr-absentia mr-absentia
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl