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Konrad Staudacher

In einer der verlinkten FB-Gruppen kam die Frage auf, ob die Risiken in einem echten Starkbeben bei unseren 5 alten AKWs unterschiedlich eingeschätzt werden dürfen. Hier meine Antwort: Zitat
"
Nee, es geht bei meinem FB-Beitrag oben nicht um 'die Starkbeben-Risiken beim einen oder anderen unserer AKWs, über welche wir in guten Treuen diskutieren könnten'. Es geht um 3 Fakten, welche sich leider nicht widerlegen lassen. 
- F-1: Unsere 5 alten AKWs sind nicht 'Erdbeben-sicher' gegen das grösste Starkbeben, welches in der Schweiz auftreten kann, wie die Erbauer dem ENSI + das ENSI dem Bundesrat + der Öffentlichkeit immer wieder + wider besseres Wissen erklären. 
- F-2: Der aktuelle Streit (siehe TA-Artikel oben) bezieht sich nicht auf dieses 'grösste Starkbeben, welches in der Schweiz auftreten kann', sondern auf Erdbeben mit ca. 6-mal kleinerer Bodenbewegung. Zudem setzen sie in ihre Berechnungen rein horizontale Bodenbewegung ein, nicht wie real 3-dimensionale (3D) Bodenbewegungen (also gleichzeitig auch vertikale; wichtiger Unterschied insbesondere auch für die fragilen Einbauten). 
- F-3: Kommt es zum GAU infolge eines echten Starkbebens (also nicht nur jenen, welche das ENSI den Erbauern für ihre Berechnungen vorgibt), dann halten das Tragwerk + die fragilen Einbauten unserer Reaktorgebäude der resultierenden Bodenbewegung nicht stand. 
-- Dann bricht das Reaktorgebäude dieser 5 alten AKWs auf + lässt Radioaktivität aus der Schutzhülle austreten. Dabei verseucht es unser ganzes Mittelland im Umkreis von vielleicht 1'000 km tödlich + auf mehrere Jahrzehnte hinaus. 
-- Dann zerstören die schweren Erschütterungen im Innern des Rektorgebäudes die fragilen Einbauen, worauf der Betrieb zusammenbricht + sich der Reaktor (wie jene 3 in Fukushima) auch per Schnell-Abschaltung womöglich nicht mehr kontrolliert runterfahren lassen. Dann exlodiert womöglich der Reaktor mit ähnlichen Effekten wie in Fukushima. 
-- Dann wäre zumindest das Schweizer Mittelland auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar.

Das Problem bei dieser vertrackten Situation: Jene, welche wir im ENSI dafür bezahlen, die Verantwortung für ein solches Szenario zu tragen, sie wären gar nicht in der Lage, sie zu tragen ..."

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Schweinderl