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Ende Januar 2017 verschickte die unabhängige Plattform «G20, die ausgewählten Bözberg-Gemeinden für das Endlager Atommüll», einem weiten Kreis von Interessenten den Nachdruck einer 1982 erstmals publizierten Broschüre der Interessengemeinschaft pro Fricktal mit dem Titel «Nagra angebohrt» zu. Diese Broschüre entstand in Zusammenhang mit dem Kristallin-Programm der Nagra und der Absicht der Genossenschaft, eine der geplanten 12 Tiefbohrungen in Hornussen auszuführen.

Das Tiefbohrprogramm der Nagra hätte ein Grundpfeiler des sogenannten «Gewähr-Projektes» sein sollen, das innerhalb von sechs Jahren (1979 - 1985) den vom Parlament im Bundesbeschluss vom 6. Oktober 1978 geforderten Nachweis der «dauernden, sicheren Entsorgung und Endlagerung» erbringen sollte.

Wie bekannt, wurde die entsprechende Dokumentation zum sogenannten «Entsorgungsnachweis» erst 2002 von der Nagra eingereicht (17 Jahre später) und 2006 vom Bundesrat akzeptiert (21 Jahre später). Dieser «Nachweis» beruhte nun allerdings auf einem Tongestein; denn das Kristallin (Granit, Gneis) als Wirtgestein erwies sich als derart fatale Fehleinschätzung, dass das «Gewähr»-Projekt in dem Fiasko endete, das kritische Sachverständige längst prophezeit hatten.




https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Nagra-angebohrtEine-alte-Broschure-neue-gelesen



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