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May 22 2019

1144 b152 500


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NWA Schweiz Seite gefällt dir · 20. Mai · Bearbeitet ·    Verteilung des radioaktiven Fallouts nach einem GAU im AKW Gösgen, gerechnet mit den Meteodaten vom 17. Januar 2017. Nach geltendem Recht müsste das Gebiet mit über 20 Millisievert evakuiert werden, das sind die hellroten, dunkelroten und violetten Gebiete.  Allein im violetten Gebiet mit über 100 Millisivert leben 360'000 Menschen.
0968 6845 500

Käme es in einem Schweizer AKW zu einem grossen Unfall, würden die aktuellen Notfallpläne des Bundes die Bevölkerung zu wenig schützen. Dies ist das Fazit einer Studie von Umweltschützern.

http://www.aefu.ch/fileadmin/user_upload/aefu-data/b_documents/oekoskop/oekoskop_16_3.pdf

Einer Studie zufolge wären die Schweizer nicht genug vorbereitet, sollte es in einem Atomkraftwerk zu einem GAU kommen. Die am Montagabend publizierten Ergebnisse des Instituts Biosphère basieren auf Unfallsimulationen an den vier Schweizer AKW, realen Wetterdaten und neuen medizinischen Erkenntnissen. Die Forscher analysierten insbesondere die Ausbreitung der radioaktiven Wolke.

Demnach sind langfristig mehr als 100'000 Strahlenopfer in der Schweiz und den Nachbarländern zu erwarten, sollte sich in Beznau, Gösgen, Mühleberg, Leibstadt oder im französischen Kernkraftwerk Bugey ein grosser Unfall ereignen. Insgesamt würde die Verstrahlung rund zwanzig Millionen Personen in Europa treffen.

https://www.bluewin.ch/de/news/wirtschaft-boerse/studie-sieht-mangel-beim-strahlenschutz-253545.html

May 19 2019

8326 3f90 500

energie-wende-ja.ch
  Windenergie ist hocheffizient und preiswert. Sie wird leider immer wieder schlecht geredet. Zu unrecht. Zum Beispiel als Vogelkiller. Die Faktenlage ist eine ganz andere.
8324 d247 500

AKW  rechnen sich nicht. In Zukunft noch weniger. Nur von Staatsbetrieben mit öffentlichen Garantien und militärischen Interessen wird überhaupt noch in AKW investiert. CO2 freie Energieversorgung kann mit den erneuerbaren Energien weit günstiger und rascher erreicht werden. 
Für die Netzstabilisierung stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist ohnehin ungelöst. 
„Deutschland steigt im Jahr 2022 aus der Atomenergie aus, doch Länder wie China, Russland und Japan setzen weiter auf die Kernkraft. Welche Rolle die Atomenergie künftig in der Weltstromerzeugung und fürs Klima spielt, hat eine Expertenkommission der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften „acatech“ untersucht. Im jetzt veröffentlichten Report „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) kommt sie zu dem Schluss, dass Atomenergie in Zukunft kaum noch konkurrenzfähig sein wird gegenüber Strom aus erneuerbaren Quellen. Ein Gastbeitrag des der leitenden Wissenschaftlers des Projekts.


https://m.tagesspiegel.de/wissen/acatech-studie-erneuerbare-schlagen-atomstrom/24332454.html

May 16 2019

Ende der Schweizer Atomkraftwerke: Wer zahlt das teure Erbe?




Gastbeitrag über finanzielle Risiken bei der Stilllegung und Entsorgung der Atommeiler: Wo die Politik in beiden Basel genau hinsehen sollte

Es geht in diesem Beitrag um die Kernenergie. Aber es geht nicht um die Frage, ob man dafür oder dagegen ist, sondern um die Frage, wer die Milliardenkosten für die Stilllegung der Schweizer Kernkraftwerke (KKW) und Entsorgung der nuklearen Abfälle tragen wird – und wann und wie.

Das Kernenergiegesetz (KEG) und die Verordnung über den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds für Kernanlagen (SEFV) legen fest: Die Verursacher, also die Betreiber der KKW haben die Kosten für den Nachbetrieb, die Stilllegung und Entsorgung zu tragen. Jede marktwirtschaftliche Logik legt dasselbe nahe.

Zur Sicherstellung der Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung bestehen zwei Fonds (Stilllegungs- und Entsorgungsfonds). Die SEFV regelt die Einzelheiten. Die Ausgestaltung dieser Verordnung beeinflusst entscheidend die Frage, ob die Verursacher wirklich alle Kosten tragen werden oder ob die öffentliche Hand am Schluss die Finanzierung sichernmuss.

Nach 2015 steht jetzt eine weitere Revision der SEFV vor der Tür. Auf den ersten Blick scheint diese Revision für die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft nicht so wichtig zu sein. Das ist ein Trugschluss, der die Kantone finanziell teuer zu stehen kommen kann. Die KKW-Betreiber wollen nämlich im Rahmen der Revision der SEFV das Verursacherprinzip aufweichen und die Kosten so weit wie möglich auf Dritte abschieben.

Ihr Plan erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dereinst die Steuerzahlenden für die ungedeckten Kosten aufkommen müssen – auch jener Kantone, die sich nicht ins Kernenergie-Abenteuer gestürzt haben. Es ist nicht dasselbe, ob alle Steuerzahlenden zur Kasse gebeten werden, oder diejenigen Aktionäre, welche die Investitions-, namentlich die Nachrüstungsentscheidungen getroffen haben und in der Vergangenheit üppige Dividenden kassiert haben mit Mitteln, die dem Entsorgungsfonds vorenthalten wurden.


"Politiker müssen Steuerzahlende
vor ungerechtfertigten Ansprüchen schützen."



Das darf den Politikerinnen und Politikern beider Basel nicht gleichgültig sein. Sie müssen ihre Steuerzahlenden und Kantonsfinanzen vor ungerechtfertigten zukünftigen Ansprüchen schützen.

Die Verfassung des Kanton Basel-Stadt hält fest, dass sich der Kanton gegen die Nutzung von Kernenergie wendet und keine Beteiligungen an Kernkraftwerken halten darf (§ 31 der Kantonsverfassung). Der Kanton Basel-Landschaft wirkt aufgrund seiner Verfassung darauf hin, dass auf dem Kantonsgebiet oder in dessen Nachbarschaft keine Atomkraftwerke nach dem Prinzip der Kernspaltung, Aufbereitungsanlagen für Kernbrennstoffe und Lagerstätten für mittel- und hochradioaktive Rückstände errichtet werden (§ 115 der Kantonsverfassung). Im Gegensatz zum Kanton Basel-Stadt erwähnt die Verfassung die Beteiligungen nicht. 

Beide Basel sind mit diesen verfassungsmässigen Vorgaben finanziell gut gefahren, sie leiden nicht, wie zum Beispiel die Kantone Zürich, Aargau, Solothurn Thurgau, und andere unter dem Druck der ausufernden Kosten der KKW. Allerdings ist die Lage im Kanton Basel-Landschaft nicht ganz so komfortabel wie in Basel-Stadt, da die beiden grossen regionalen Versorger EBM/Primeo Energiegruppe (aktuell 26,17 Prozent aufgrund der Übernahme der Alpiq-Aktien aus dem EDF-Paket) und EBL (7,1 Prozent) an Alpiq und somit indirekt auch an den KKW Gösgen und Leibstadt beteiligt sind.

Die geballte und konzertierte Reaktion der KKW-Betreiber gegen jede Verbesserung zu Gunsten der öffentlichen Hand im Rahmen der SEFV-Revision ist im Kontext ihrer desolaten finanziellen Lage zu verstehen. Für die Betreiber steht, das legen ihr Verhalten und ihre Argumentation nahe, nicht die Sicherstellung der Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung im Vordergrund, sondern ihre schlechte finanzielle Lage, die schon lange nach einer substantiellen Rekapitalisierung mit Eigenkapital ruft. 

Ihre Argumentationsschiene ist darauf aufgebaut, als ungerecht Behandelte dazustehen, die zu viel bezahlen müssen und denen damit das Kapital für die Energiewende entzogen wird. Dass diese Kommunikationsstrategie auf ökonomisch falschen Argumenten beruht, soll untergehen. Diese Taktik scheint zu gelingen, denn verschiedene Medien verbreiten die ökonomischen Unwahrheiten unreflektiert weiter. So titelten beispielsweise die "AZ Medien" in ihrer Ausgabe vom 11. März 2019: "Neue Vorschriften verteuern Atomausstieg um Milliarden."


"Es geht um die Frage, ob das finanzielle
Risiko von den Verursachern getragen wird."



Die Behauptung von höheren Kosten ist barer ökonomischer Unsinn. Die Höhe der Stilllegungs- und Entsorgungskosten ist keine aushandelbare Grösse, es sind real existierende Verpflichtungen. In der Sprache der Pensionskassen würde man von einem Leistungsprimat sprechen. Die Leistung des sicheren Rückbaus der KKW und der über mehr als hundert Jahre sicheren Lagerung der radioaktiv strahlenden Abfälle muss erbracht werden und von den Verursachern finanziert werden, bis zum letzten Franken. 

Es geht also nicht um zusätzliche Kosten, sondern nur und allein um die Frage, wann die durch den heutigen Betrieb der KKW in Zukunft verursachten Kosten mit entsprechenden Beitragszahlungen in die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds einbezahlt werden und damit, ob das finanzielle Risiko wirklich von den Verursachern getragen wird oder auf die öffentliche Hand abgeschoben wird.

Die Frage, ob KKW-Betreiber mit ihrer ungenügenden finanziellen Bonität in der Zukunft noch in der Lage sein werden, allfällige Beiträge zu entrichten, ist berechtigt. Die Revision der SEFV 2015 hatte zum Ziel, diese Problematik zu lösen und das finanzielle Risiko des Bundes zu senken, die Argumentation der Betreiber in der laufenden Revision zielt darauf ab, den damals erzielten Fortschritt wieder zunichte zu machen.

Und übrigens: Wenn die KKW-Betreiber finanzielle Mittel in die Fonds einzahlen, handelt es sich nicht um Kosten in der laufenden Rechnung, sondern um einen Aktiventausch, denn die Fonds sind ebenfalls Teil der Aktiva in den Bilanzen der KKW-Betreiber. Der einzige Unterschied ist, dass sich die öffentliche Hand jetzt auf diese Aktiven verlassen kann, weil sie, im Gegensatz zu liquiden Mitteln in der Bilanz der Betreiber, zweckgebunden sind. Für die Betreiber besteht zudem keine Gefahr, zu viel zu bezahlen. Denn sollte es sich herausstellen, dass nicht alle in die Fonds einbezahlten Mittel beansprucht werden, wird dies zurückerstattet. 

Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für Stilllegung und Entsorgung weiter steigen. Es handelt sich dabei aufgrund der Kostenstudie 2016 (KS16) um sogenannte Overnight-Kosten. Damit gemeint sind die Kosten, die anfallen, wenn man heute alle KKW abschalten und alles heute bezahlen würde. Da die Kosten aber erst in einigen Jahren und zudem über viele Jahre verteilt anfallen werden (bei der Entsorgung mehr als hundert Jahre), muss man bei der Berechnung der wirklichen Kosten eine Annahme für die jährliche zukünftige Kostensteigerung machen.

Dabei wollen die Betreiber eine Kostensteigerungsannahme von jährlich 0,5 Prozent durchsetzen, und das, obwohl die Erfahrung zeigt, dass die Kosten in der Vergangenheit jeweils um mehr als 4 Prozent gestiegen sind. Gemäss dem Vorsichtsprinzip und aufgrund realistischer Annahmen wäre es angebracht, die angenommene Kostensteigerungsrate auf mehr als 3 Prozent heraufzusetzen. Das kommt der Realität näher.

Wenn die Betreiber im Rahmen der SEFV-Revision von Kosten sprechen, dann meinen sie ihre Beitragszahlungen in die Fonds. Relevant sind hier die letztmals definitiv verfügten Beitragszahlungen aus den Jahren 2015/16, bevor die Kostenstudie 2016 und die darauf basierende Revision der SEFV kam. Die Beitragszahlen der Periode 2015/16 waren um einiges höher als die neuen, insofern müssen die KKW-Betreiber insgesamt immer noch viel weniger bezahlen als zuvor.


"Es wird erst seit dem Jahr 2000 angespart,
obwohl das erste KKW 1969 ans Netz ging."



Bisher haben die Betreiber dem Vorsorge- und Vorsichtsprinzip keine hohe Bedeutung beigemessen. Das zeigt sich schon alleine daran, dass sie sich viel zu spät um eine echte Lösung, insbesondere des Entsorgungsproblems, zu kümmern begannen. Hier wird erst seit dem Jahr 2000 angespart, obwohl das erste KKW bereits 1969 ans Netz ging. Stellen Sie sich vor, Ihr Arbeitgeber würde für Sie erst nach 31 Arbeitsjahren zum ersten Mal die Arbeitgeberbeiträge in ihre Pensionskasse einzahlen. Das würde Sie sicher überraschen, weil Sie so etwas nicht erwartet hätten. Jetzt also gilt es, schleunigst das Versäumte nachzuholen. Aber: Ihr Arbeitgeber beginnt zu klagen, dass das jetzt viel zu teuer sei und er das Geld für anderes brauche.

Zum Schutz des Bundes und auf Grund der vielen, auch finanziell bedingten Unabwägbarkeiten wurde, in weiser Voraussicht, in der SEFV-Revision 2015 ein Sicherheitszuschlag von 30 Prozent auf die berechneten Kosten eingeführt. Diesen wollen die Betreiber jetzt wieder aus der SEFV eliminieren, nachdem ihnen dieses mit ihrer Klage, die das Bundesverwaltungsgericht im Jahre 2018 vollumfänglich abgeschmettert hat, nicht gelungen ist: Es urteilte, dass der Sicherheitszuschlag nicht nur zulässig, sondern gar erforderlich sei, wenn es darum gehe die Steuerzahlenden vor späteren Kosten zu schützen. 

Die Bonität der Betreiber ist nicht besser geworden, das weiss und anerkennt auch die Verwaltungskommission Stilllegungsfonds für Kernanlagen und Entsorgungsfonds (VK-STENFO), sie ist das Leitungsorgan der Fonds und trifft alle wichtigen Entscheide. Sie argumentiert aber einfach, dass finanzielle Faktoren nicht in der Verordnung stehen und sie deshalb nichts angehen. Deshalb sei auch der Sicherheitszuschlag wieder zu eliminieren.

Diese Einstellung ist nicht nur leichtfertig, sondern sie entspricht auch nicht der Verordnung. Die SEFV-Revision 2015 hatte klar auch die finanziellen Risiken des Bundes zum Thema. In der laufenden Revision wird gar nicht mehr darüber gesprochen. Dabei müsste der Sicherheitszuschlag massiv erhöht werden. Die beiden Basel sollten in ihrem ureigenen Interesse darauf pochen.

Umgekehrt aber nehmen die Betreiber im Rahmen der derzeit gültigen SEFV in Art. 9.1 einen Sicherheitsabschlag von bis zu 10 Prozent zu ihren Gunsten in Anspruch. Ergibt sich nämlich bei der Veranlagung nach der endgültigen Ausserbetriebnahme, dass der Ist-Wert des Fondskapitals nicht mehr als 10 Prozent unter dem jeweiligen Soll-Wert liegt, so werden für die entsprechende Veranlagungsperiode keine Beiträge erhoben.

Es gibt weitere seltsame ökonomische Begründungen von der KKW-Seite. Axpo macht beispielsweise geltend, dass sie die finanziellen Mittel jetzt für die Energiewende einsetzen müsse und es deshalb ein "energiepolitisches Eigentor" sei, ihr "das dafür notwendige Kapital zu entziehen und auf einem Sperrkonto zu blockieren." Mit andern Worten, die Energiewende soll bezahlt werden, indem man die Begleichung der finanziellen Pflichten für Stilllegung und Entsorgung der Kernkraftwerke einfach auf die lange Bank schiebt. Eine solide Finanzpolitik finanziert aber Investitionen mit Kapital, nicht mit Kostenverschiebungen.


"Kontrollinstanzen rutschen immer näher
zu den zu kontrollierenden Organisationen."



Es gibt drei Ansätze, mit denen die KKW-Betreiber ihre finanziellen Pflichten vermindern oder abzugeben versuchen. Der eine ist die eben besprochene Revision der SEFV. Der zweite ist das Verhalten, der für die Stilllegung und Entsorgung verantwortlichen Organe, und der dritte, bisher ziemlich unbeachtet, der Verkauf von Alpiq-Aktien des französischen Energiekonzerns Electricité de France (EDF) an Pensionskassen des Anlagefonds CSEIP der Credit Suisse.

Die heutige wirtschaftliche Entwicklung weltweit wird in vielen Branchen begleitet von der gefährlichen Grundproblematik, dass Kontrollinstanzen und Kontrollgremien, die ursprünglich als unabhängige Organisationen aufgebaut wurden, immer näher zu den zu kontrollierenden Organisationen rutschen respektive von diesen vereinnahmt werden. Dieser besorgniserregende Trend zeigt sich auch in der Schweiz bei der Kernenergie.

Die faktisch gelebte Governance-Struktur, die klare und unabhängige Verhältnisse zwischen den Betreibern der Kernkraftwerke, den Aufsichtsbehörden und den Kommissionen, welche die Weichen für die Stilllegung und Entsorgung stellen, gewährleisten muss, funktioniert nicht. Auf dem Papier scheint diese Struktur gegeben, zwar nicht in idealer Form, aber doch im Ansatz. In der gelebten Realität sieht es anders aus. 

Nach meiner Beurteilung besteht die Unabhängigkeit der kontrollierenden Verwaltungskommission nur auf dem Papier. In der Sache aber treten deren Organe als Lobby-Organisation für die Betreiber auf. Anstatt im Interesse der gesamten Schweiz das dringende Entsorgungsproblem zu lösen, vertreten sie einseitig die Interessen der Betreiber. Die Debatte um den Sicherheitszuschlag macht dies beispielsweise sehr deutlich.

Die Unabhängigkeit dieser Kommission soll im Rahmen der laufenden Revision weiter verbessert werden. Auch das ist ein Punkt, der aber von den Betreibern vehement bekämpft wird. Und das alles, obwohl die Kommission auch der Politik und der Öffentlichkeit, also auch dem Bund, den Kantonen und vor allem den Steuerzahlenden verpflichtet ist. 

Darum täte die Politik gut daran, dieses asymmetrische Verhältnis zu korrigieren mit dem Ziel, dass die im Rahmen der Aufgaben der VK-STENFO an erster Stelle genannte Anspruchsgruppe "Politik und Öffentlichkeit" wieder die notwendige Beachtung erhält. 

So, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheits-Inspektorat (ENSI) auf der Sicherheitsebene die Sicherheits-Grenzwerte lockert und damit das Risiko für die Bevölkerung erhöht, mit dem Ziel, dass wirtschaftlich untaugliche KKW länger laufen können und möglichst wenig nachrüsten müssen, so bereitet die VK-STENFO auf der finanziellen Ebene den Boden vor, dass die KKW weiter dahin darben können, ohne ihre Kapitalbasis mit zusätzlichem Eigenkapital zu verstärken.

Damit bürden sie das finanzielle Risiko den Steuerzahlenden und zukünftigen Generationen auf. Solche Konstellationen sind brandgefährlich, bezüglich ENSI für technische Risiken, bezüglich STENFO für die Finanzen des Bundes und das finanzielle Risiko der Steuerzahlenden. Es geht nicht an, dass die Politiker in Bern hier "ex ante" einfach wegsehen, während sie bei den Postautos "ex post" ihr Entsetzen und ihr "überrascht worden sein" zelebrieren können.


"Es ist der Versuch, eine Atomsteuer
zu Lasten der Allgemeinheit einzuführen."



Die Kernfrage ist: Wer bezahlt die Beiträge in den Entsorgungsfonds, wenn sich beispielsweise 20 Jahre nach Stilllegung herausstellen sollte, dass beträchtliche finanzielle Ressourcen fehlen, weil die Kosten weiter gestiegen sind und weiter steigen werden. Dieses Szenario ist ein sehr wahrscheinliches, zumal die Entsorgung Kosten über eine Dauer von mehr als 100 Jahren verursachen wird.

Existieren dann die Aktiengesellschaften der KKW-Betreiber überhaupt noch, und wenn ja, wie wollen sie ihre finanziellen Pflichten wahrnehmen, wenn ihre finanzielle Bonität heute schon absolut ungenügend ist? Sie werden nicht in der Lage sein, weitere Beiträge nachzuzahlen. Werden dann die Aktionäre wie Alpiq, die 40 Prozent am KKW Gösgen und 27,4 Prozent am KKW Leibstadt besitzen, zur Kasse gebeten werden?

Die Antwort ist: Wohl eher nein. Der geplante Verkauf der Alpiq-Aktien der EDF an Pensionskassen spricht eine klare Sprache. Im Rahmen ihrer Due Diligence" haben die Pensionskassen als zukünftige Aktionäre via die Credit Suisse-Anlagefonds CSEIP mit Sicherheit das finanzielle Risiko aufgrund der KKW-Beteiligungen abgeklärt. Offenbar bestehen rechtliche Vereinbarungen, welche das Risiko für künftige Aktionäre ausschliessenoder minimieren, sonst wäre dieser Verkauf nicht möglich und sonst würden Investoren wie Martin Ebner kaum von deutlich höheren heutigen und künftigen Bewertungen der Alpiq-Aktien reden.

Zur Erinnerung: Noch vor kurzer Zeit wäre Alpiq-Verwaltungsrats-Präsident Jens Alder bereit gewesen, die KKW für einen Franken zu verkaufen. Das wäre übrigens ein stolzer Preis gewesen, denn schon 1999 betrug die Marktbewertung des KKW-Leibstadt minus zwei Milliarden Franken. Nicht verwunderlich, dass niemand auf dieses Angebot eingestiegen ist.

Fazit: Es besteht kein verlässliches finanzielles Haftungssubstrat, das die öffentliche Hand schützt. Je stärker es der Kernenergie-Lobby gelingt, die Kosten nicht heute zu bezahlen, umso wahrscheinlicher werden die Kosten dereinst an Bund, Kantonen und zukünftigen Steuerzahlenden hängen bleiben. Und die Mär vom "billigen Atomstrom" wird weiter erzählt werden.

Man könnte es auch so formulieren: Faktisch wird hier versucht, via Revision der Stilllegungs-Verordnung eine Atomsteuer zu Lasten der Allgemeinheit einzuführen, ohne dass die Steuerzahlenden darüber abstimmen können. Der richtige Weg wäre eine strenge, der Realität der Milliardenkosten entsprechende Verordnung, welche die Verursacher in die Pflicht nimmt und die Steuerzahlenden schützt.






http://www.onlinereports.ch/News.109+M5c480edf643.0.html

May 15 2019

2807 146b 500


Leibstadt funktioniert... manchmal

Das Atomkraftwerk Leibstadt fällt öfter mal aus.

Schnellabschaltung am 25. April 2019:
https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/schnellabschaltung-des-akw-leibstadt-wegen-stoerung-134389141

Wieder am Netz am 26. April 2019:
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/akw-leibstadt-nach-stoerung-wieder-am-netz-134392653

Risse an Schweissnähten am 9. Mai 2019:
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/akw-leibstadt-nach-stoerung-wieder-am-netz-134392653

Schnellabschaltung am 12. Mai 2019:
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/erneute-schnellabschaltung-des-akw-leibstadt-wegen-stoerung-134464125

Wieder am Netz am 15. Mai 2019:
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/akw-leibstadt-ist-zurueck-am-netz-134479623

Fortsetzung folgt...

Was will uns das sagen?

Die Zufallsenergie Atomkraft muss endlich durch seriöse Stromquellen ersetzt werden!

May 10 2019

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NWA Schweiz
  Die Zwischenziele der Energiestrategie 2050 werden weit übertroffen!

EFFIZIENZZIEL:
Der Stromverbrauch sank 2018 um 1,4%, obwohl die Wirtschaftsleistung um 2,5%, und die Bevölkerung um 0,7% zunahm. Andererseits hat der milde Winter geholfen.
Zudem haben wir 2018 netto 1,6 TWh Strom exportiert (ein halbes AKW Beznau).
Ziele der Energiestrategie 2050 ab dem Referenzjahr 2000:
2020 3% weniger Stromverbrauch pro Kopf, bis 2035 13% weniger.
Von 2000 (7‘290 kWh) bis 2018 (6’771 kWh) ist dieser Verbrauch bereits um 7,1% zurückgegangen. 
Das Ziel von minus 3% bis 2020 ist weit übertroffen.
Auch das Ziel für 2035 werden wir übertreffen.

WASSERKRAFTZIEL:
Laut Energiestrategie 2050 soll vom Jahr 2000 bis 2035 die Jahresproduktion aus der Wasserkraft um netto 3 TWh ansteigen.
Real hatten wir von 2000 bis 2018 bereits einen Wasserkraft-Zubau von netto 2,0 TWh.
Auch das Ziel von plus 3,0 TWh bis 2035 werden wir übertreffen.

ZIEL NEUE ERNEUERBARE:
Bis 2020 soll die neue erneuerbare Stromproduktion aus Windkraft, Kleinwasserkraft, Sonne und Biomasse jährlich 4,4 TWh Strom liefern.
2018 lagen wir bei ungefähr 4,2 TWh, die genauen Zahlen zu 2018 werden erst am 28. Juni publiziert.
Wir werden 2020 bei rund 5,2 TWh liegen, und übertreffen damit auch das Ziel der Energiestrategie 2050 für die neuen Erneuerbaren.
Womit wieder einmal bewiesen ist:

DIE ENERGIESTRATEGIE 2050 IST EINE LAUWARME SUPPE!

- Mit den Zielen der ES 2050 kann nicht einmal die Produktion aller Schweizer AKWs ersetzt werden, nur eines Teils.
- Nicht einmal konkrete Abschaltdaten für die alten AKWs stehen in der ES 2050.

Wir können uns vernünftigere Ziele setzen und sie erreichen:

- Eine Stilllegungsplanung mit den Abschaltdaten aller AKWs
- Ein Effizienz- und Zubauprogramm, das die Stromproduktion aller Schweizer AKWs ersetzt, auch im Winter.

Um sowohl den Atomausstieg, als auch den CO2-Ausstieg schneller zu schaffen.

Quelle zur Effizienz:
https://www.newsd.admin.ch/ne…/message/attachments/56604.pdf
Quelle zur Wasserkraft:
https://www.bfe.admin.ch/…/erneuerbare-ene…/wasserkraft.html
Quelle zur neuen erneuerbaren Stromproduktion:
https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/9474.pdf

3586 c7d3 500


energie-wende-ja.ch  

AKW. Achtung. Wer bezahlt die Stilllegung und die Entsorgung der atomaren Abfälle? Im Prinzip die Verursacher, sprich die AKW Eigner. Diese reden die Kosten aber schön und wollen diese in die Zukunft verschieben. Wer wird effektiv bezahlen? Ein ausgewiesener Spezialist analysiert. 
“Ende der Schweizer Kernkraftwerke: Wer zahlt das teure Erbe? Gastbeitrag über finanzielle Risiken bei der Stilllegung und Entsorgung der Atommeiler: Wo die Politik in beiden Basel genau hinsehen sollte. Von KASPAR MÜLLER“
Fazit: Es besteht kein verlässliches finanzielles Haftungssubstrat, das die öffentliche Hand schützt. Je stärker es der Kernenergie-Lobby gelingt, die Kosten nicht heute zu bezahlen, umso wahrscheinlicher werden die Kosten dereinst an Bund, Kantonen und zukünftigen Steuerzahlenden hängen bleiben. Und die Mär vom "billigen Atomstrom" wird weiter erzählt werden.

Man könnte es auch so formulieren: Faktisch wird hier versucht, via Revision der Stilllegungs-Verordnung eine Atomsteuer zu Lasten der Allgemeinheit einzuführen, ohne dass die Steuerzahlenden darüber abstimmen können. Der richtige Weg wäre eine strenge, der Realität der Milliardenkosten entsprechende Verordnung, welche die Verursacher in die Pflicht nimmt und die Steuerzahlenden schützt.





http://www.onlinereports.ch/News.109+M5c480edf643.0.html

May 05 2019

9402 766f 500

"Snyder believes that President Donald Trump’s decision to pull out of the INF Treaty may be paying literal dividends for Raytheon already. She points out that over a period of three months after Trump announced the U.S. withdrawal last fall, Raytheon received an anomalous 44 separate missile contracts worth more than $500 million."
What's a half a billion between mates? It's just 'business' to these psychopaths.



https://theintercept.com/2019/05/04/nuclear-weapons-profits/

May 04 2019

9226 b4ff 500

May 01 2019

April 30 2019

5598 a913

Ce dimanche 28 avril, au cours de l’après-midi, les sapeurs-pompiers ont été appelés en raison d’un début d’incendie à la centrale nucléaire de Saint-Alban-du-Rhône et de Saint-Maurice-l’Exil. Ce feu de convecteur électrique ne s’est toutefois pas produit en zone contrôlée. C’est-à-dire qu’il n’a pas eu lieu dans une zone dont l'accès est soumis à une réglementation spéciale pour des raisons de sécurité.

C’est en effet dans un bâtiment administratif que les sapeurs-pompiers de la centrale sont intervenus. Le début d’incendie avait néanmoins été maîtrisé et éteint à l’aide d’un extincteur par des agents de sécurité.

https://www.ledauphine.com/isere-nord/2019/04/28/debut-d-incendie-a-la-centrale-saint-alban-saint-maurice

April 29 2019

Paar Zahlen zum Braunkohletagebau:

RWE verdient nach eigenen Angaben bei der Braunkohleverstromung drei Cent pro Kilowattstunde. Die Gesundheits- und Umweltschäden durch die gleiche Menge Braunkohlestrom schätzt das Umweltbundesamt auf 19 Cent pro Kilowattstunde.

Falls jemand dachte, diese Art von Marktverzerrung gibt es nur bei Atomstrom.



https://blog.fefe.de/?ts=a23891fa

April 28 2019

4540 e10e 500

As explained by Oak Ridge National (Nuclear) Lab, nuclear power stations produce carbon, it’s radioactive carbon. They are also responsible for non-radioactive CO2 because of the energy requirements for uranium mining, nuclear fuel production, cooling of nuclear waste, and related transport:

CARBON-14 PRODUCTION IN NUCLEAR REACTORS, By Wallace Davis, Jr. Oak Ridge National Lab., TN https://www.osti.gov/servlets/purl/7114972 “The radioactive nuclide 14 C is, and will be, formed in all nuclear reactors due to absorption of neutrons by carbon, nitrogen, or oxygen.

These may be present as components of the fuel, moderator, or structural hardware, or they may be present as impurities. Most of the 14 C formed in the fuels or in the graphite of HTGRs will be converted to a gaseous form at the fuel reprocessing plant, primarily as carbon dioxide; this will be released to the environment unless special equipment is installed to collect it and convert it to a solid for essentially permanent storage.

If the 14 C is released as carbon dioxide or in any other chemical form, it will enter the biosphere, be inhaled or ingested as food by nearly all living organisms including man, and will thus contribute to the radiation burden of these organisms. Carbon-14 is formed naturally by reaction of neutrons of cosmic ray origin in the upper atmosphere with nitrogen and, to a lesser extent, with oxygen and carbon.



https://miningawareness.wordpress.com/2019/04/28/nuclear-power-stations-discharge-radioactive-carbon-produce-carbon-during-entire-fuel-chain-not-carbon-free/

Reposted fromverschwoerer verschwoerer

April 27 2019

3556 61ac 500

NWA Schweiz
  Mühleberg: Nachbetriebsphase bewilligt

Das ENSI hat, von uns unbemerkt, am 29. März die Nachbetriebsphase des AKWs Mühleberg unter vielen Auflagen bewilligt.
Am 20. Dezember 2019 wird das AKW Mühleberg endgültig ausser Betrieb genommen.
Die BKW freuts, und uns freuts auch. 
Wir hoffen noch von vielen Nachbetriebsphasen von Schweizer AKWs berichten zu können.



https://www.bkw.ch/de/ueber-bkw/news-rund-um-die-bkw/news/die-freigabe-ist-ein-weiterer-wichtiger-schritt/
3555 be67 500
3480 9dbe 500

Tschernobyl in Beznau? - Nein danke!

26. April 2019

Heute vor 33 Jahren hielt die Welt den Atem an und schaute nach Tschernobyl: Tagelang brannte ein Reaktor des Kernkraftwerks und verstrahlte eine ganze Region auf unbestimmte Zeit. In der Schweiz geben aufgeweichte Sicherheitsvorschriften im Land mit dem ältesten AKW-Park der Welt ebenfalls Anlass zur Sorge.

Die Schweiz betreibt mit durchschnittlich 44 Jahren den mit Abstand ältesten AKW-Park der Welt. Konzipiert wurden die Kraftwerke für Laufzeiten von 30 bis 40 Jahren. Anstatt nun besonders streng zu sein, hat der Bund die Sicherheitsvorgaben aufgeweicht. So können die AKW 60 bis 80 Jahre am Netz bleiben. Das ist skandalös – und gefährlich. Wir riskieren dadurch eine Atomkatastrophe à la Tschernobyl. 

Unsere AKW müssen vom Netz, wenn sie nicht mehr sicher sind - so wie das Volk und Stände im Mai 2017 mit der Annahme der Energiestrategie 2050 bestimmt haben. Keine Kompromisse bei der AKW-Sicherheit!

Deshalb fordern wir im Beznau-Manifest:

  1. Sicherheitsstandards erhöhen!

  2. Mehr Unabhängigkeit und Transparenz!

  3. Vorwärts mit der Energiewende!

 

 




https://energiestiftung.ch/stellungnahme/tschernobyl-in-beznau-nein-danke.html

April 26 2019

3212 62d8 500
3211 3daa 500

Maps of Belarus radionuclide contamination after the Chernobyl accident 

The Chernobyl nuclear power plant is located ten kilometers from the border with Belarus. This neighborhood has identified extremely high pollution southern areas of Belarus by radioactive materials that were released from the destroyed nuclear reactor in 1996.

Almost from the first day of the accident republic territory contaminated by fallout from that April 27 was extremely intense. By April 29 the wind bore radioactive dust from Chernobyl in Belarus and Russia.

Due to heavy contamination was evacuated 24,725 people from the Belarusian villages and three districts of the Republic of Belarus was declared mandatory exclusion zone. Today, April 2100. miles of the abandoned territories of Belarus, of which once was evacuated the entire population, organized Polessky State Radiation and Ecological Reserve.

To characterize the contamination of Belarus publish maps of radioactive fallout. The maps show the level of contamination in Belarus 137Cs.

The author of cartographic materials is MNF and the Ministry of the Republic of Belarus, which together produced “Atlas modern and prognostic aspects of consequences of the Chernobyl accident in the affected areas of Belarus and Russia.”



http://chornobyl.in.ua/en/maps-of-belarus-contamination.html

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Schweinderl